Claudia Simon
What's bad for your heart is good for your art.
"Aus Alt mach Neu & werde wieder neu" - dieses Motto beschreibt wohl am besten die Kunst der Magdeburgerin Claudia Simon. Kunst war schon immer ihr Lebenselexier, weshalb sie nach ihrem Abitur u.a. Kunstpädagogik in Leipzig studierte, um anschließend als Kunstlehrerin zu arbeiten.
Bis dann 2014 ein vermeintlicher Traumurlaub in den Tropen ihr Leben komplett auf den Kopf stellte. Sie erkrankte schwer am chronischen Fatigue-Syndrom, wodurch für Claudia bis heute nur noch ein Leben im Schneckentempo möglich ist. Genau hierdurch bekam allerdings die Kunst für sie eine völlig neue Bedeutung. Nach langen Phasen der Depression entdeckte Claudia das Sticken für sich. Zunächst als pure Form des Meditierens. Später als völlig neue Möglichkeit ihre Grafiken im wahrsten Sinne des Wortes fühlbar zu machen. Stich für Stich erlangte sie ihre Lebensfreude wieder zurück und gewann neuen Mut, ein Leben in ihrem ganz eigenen Tempo zu führen.
Während Claudias Stickbilder die Langsamkeit zelebrieren, möchte sie mir ihren Graffiti-Stenciln dem Betrachter ein großes Lächeln ins Gesicht zaubern. Denn auch für Claudia gibt es nichts Schöneres als Lachen.
Das verbindende Element ihrer Kunst besteht im Upcyceln alter Materialien - Materialien, die bereits ihre ganz eigene Geschichte mit sich bringen. Im Gegensatz zu einer leeren Leinwand sind die vielen Gebrauchs- und Abnutzungsspuren des Turnhallenparketts oder die Kaffeeflecken auf Omas alter Tischdecke die eigentliche Inspirationsquelle für ihre Bildmotive.
Einige ihrer Werke befinden sich seit 2019 in der Dauerausstellung im FUTURIUM Berlin & wurden 2014 in Venedig im Rahmen der Biennale ausgestellt.
Bei der KunstMitte ausgestellte Werke